Nominiert für Design
"Ich verstehe Gestaltung als Werkzeug gesellschaftlicher Transformation und kulturellen Motor des Wandels. Die technischen Lösungen für eine postfossile Zukunft existieren vielfach bereits – entscheidend ist heute, Ängste abzubauen, Menschen für den Wandel zu begeistern und Zukunft als Chance erfahrbar zu machen. Zwischen Produktdesign, räumlicher Gestaltung und architektonischer Praxis entwickle ich Projekte in unterschiedlichen Maßstäben, die Nachhaltigkeit nicht nur ermöglichen, sondern sichtbar, greifbar und selbstverständlich werden lassen. Dabei nutze ich die unmittelbare Wirkung physischer Gestaltung und gebauter Räume, um komplexe Zukunftsthemen verständlich, positiv und nahbar zu vermitteln. Gestaltung kann Orientierung geben, Zuversicht schaffen und Menschen dazu ermutigen, den Wandel aktiv mitzugestalten."
Tobias Trübenbacher lebt und arbeitet in München. Nach dem Abitur begann er ein Studium im Industriedesign an der Hochschule München und wechselte anschließend an die Universität der Künste Berlin, wo er im Studiengang Produktdesign mit dem Schwerpunkt „Design in Social Context“ bei Prof. Ineke Hans seinen Abschluss machte. Während des Studiums sammelte er Erfahrungen bei Atelier Steffen Kehrle sowie Studio Mark Braun und AAS Gonzalez Haase. Nach seinem Bachelor arbeitete er als Designer bei Konstantin Grcic Design in Berlin. Anschließend absolvierte Tobias Trübenbacher den Masterstudiengang Architektur an der Technischen Universität München (TUM). Heute führt er ein eigenes Designbüro in München, von dem aus er für öffentliche Auftraggeber, Unternehmen und private Bauherrschaften arbeitet. Seine Projekte bewegen sich an der Schnittstelle von Produktdesign, Architektur und Stadtentwicklung. Im Mittelpunkt stehen nachhaltige Material- und Energiekonzepte sowie die Frage, wie Gestaltung positive Zukunftsbilder vermitteln und Menschen für eine nachhaltige Transformation begeistern kann. 2023 wurde Tobias Trübenbacher vom German Design Council als „Newcomer Designer of the Year“ ausgezeichnet. Seine Arbeiten wurden unter anderem mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis, dem Braun Prize, sowie dem Hans-Döllgast-Preis ausgezeichnet. Darüber hinaus lehrte er an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Dozent) und der Universität für angewandte Kunst Wien (Gastkritier).