Nominiert für Bildende Kunst
Ort, Material, Handlung, Widerstand
"Ich verstehe performative Bildhauerei als räumliche Praxis, die Machtverhältnisse zwischen Körpern, Material und Architektur untersucht und verschiebt. Im Gegenüber zu Architektur und öffentlichem Raum entstehen Arbeiten an der Schnittstelle von Skulptur, Intervention und Sound. Durch minimale Eingriffe, körperliche Handlungen und materialspezifische Prozesse erforsche ich poröse Zustände, in denen Stabilität, Spannung und Gleichgewicht neu verhandelt werden. Körper und Raum erscheinen nicht als verfestigte, voneinander getrennte Gefüge, sondern als Effekte kontinuierlicher Interferenz und Verunsicherung. Indem ich Begriffe wie Position, Identität, Ausdehnung und Grenze aktiv unterlaufe, eröffnen sich Räume als prozesshafte, queer-widerständige Suche nach Gegenwart."
Max Weisthoff, *1988 in Hannover, ab 2012 Studium der Freien Kunst an der Muthesius Kunsthochschule Kiel und der Akademie der Bildenden Künste München. 2018 Diplom der Freien Kunst als Meisterschüler bei Prof. Olaf Metzel. 2019 - 2022 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bauhaus-Universität Weimar bei Prof. Andreas Garkisch, Lehrstuhl Entwerfen und StadtArchitektur, 2024 - 2026 Senior Artist für Bildhauerei am Mozarteum Salzburg / Bildnerische Innsbruck (AU) bei Prof. Beate Engl. Kuratorische Leitung u.a. 2016 - 2019 GALERIE FOE, München, seit 2025 REZEPTFREI München mit Kai Kiklas. Ausstellungen u.a. 2022 A WHITE RAINBOW, Sommeratelier Kunstraum München, 2024 CARRYING THE EARTH TO THE SKY, Various Others Special München, 2025 SHARPER THAN A NEEDLE, Kammerspiele München, und Teilnahme am A BUNCH OF NOISE Festival Shanghai (CN). Seit 2023 besteht zusammen mit dem Kurator Adam Langer das jährliche Aktionsformat „Tag der Entfestigung“, das militärisch-geprägte Bauwerke des Öffentlichen Raums hinterfragt, u.a. am 4.6.2023 Festung Ingolstadt und 22.6. 2025 Deutsches Eck Koblenz. Max Weisthoff ist Alumnus der Studienstiftung des Deutschen Volkes, seine Arbeit wurde u.a. mit dem Preis des Akademie-Vereins (2018), dem FERCHAU Art of Engineering Kunstpreis (2018), dem PERSPEKTIVEN Kunstpreis (2020) und dem NEUSTART KULTUR Stipendium (2021) ausgezeichnet.