Nominiert für Design
Lukas Heintschels Entwürfe sind von einer erzählerischen Formensprache und einem konzeptionellen Umdenken geprägt. Sie zeichnen sich durch eine Kombination ruhiger, architektonischer Formen, einen klaren Funktionalismus und oft humorvolle Details aus. Praktische Funktionen werden in spielerische Narrative umgesetzt und stehen so nicht mehr im Gegensatz zueinander, sondern bedingen sich gegenseitig. Seine Arbeiten hinterfragen bestehende Typologien um unerwartete, neue Perspektiven auf Bekanntes zu ermöglichen. Die serielle Umsetzung seiner Arbeiten mit Industriepartnern und Handwerksbetrieben erfolgt nach dem Cradle-to-Cradle Prinzip: verantwortungsvolle Fertigung, Reparierbarkeit und Langlebigkeit stehen hier im Vordergrund.
Lukas Heintschel (*1995) ist Produktdesigner und Gründer des Studios „Lukas Heintschel Design“ Nach seinem Studium des Produktdesigns an der Hochschule München im Jahr 2019 arbeitete Lukas Heintschel (*1995) zunächst in den Bereichen Medical Design und Robotik. Im Rahmen des Förderprogramms der Hochschule München und des Strascheg Center for Entrepreneurship gründete er 2021 parallel das Leuchtenlabel „Neozoon“ und machte sich nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne im selben Jahr selbstständig. Durch Ausstellungen in den Newcomerbereichen verschiedener Messen und Design Weeks kam Lukas Heintschel zunehmend mit etablierten Marken in Kontakt. Im Zuge erster Kooperationen gründete er sein Studio „Lukas Heintschel Design“. Seither zählen sowohl junge, innovative Labels wie auch international etablierte Marken zu seinen Auftraggebern. Seine Entwürfe sind von einer erzählerischen Formensprache und einem konzeptionellen Umdenken geprägt und zeichnen sich durch eine Kombination ruhiger, architektonischer Formen mit spielerischen Details aus. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet und auf internationalen Ausstellungen präsentiert, darunter die 3 Days of Design in Kopenhagen (2025), der SaloneSatellite in Mailand (2026), die imm cologne (2022) sowie Destination Design in Eindhoven (2026). 2025 gründete er mit sieben anderen jungen Designern aus München die Gruppe „Stammtisch“, die ihre Debütausstellung im Folgejahr auf den „Munich Design Days“ hatte.