Nominiert für Bildende Kunst
"Meine raumfüllenden Installationen sind begehbare Versuchsanordnungen, in denen die Grenze zwischen Realität und Inszenierung, Werk und Publikum immer wieder neu verhandelt wird. Dabei untersuche ich die Strukturen von sozialen, stereotypen, popkulturellen, privaten und öffentlichen Räumen. Ich hinterfrage Machtgefüge und Rollenbilder, setze mich mit Ikonen- und Mythenbildung auseinander, sowie den hierfür entwickelten Inszenierungsformen und der Wahrnehmung des Publikums. Meist arbeite ich ortsspezifisch und lade weitere Personen ein, verschiebe und variiere Kontexte und Erzählungen so lange, bis aus dem Chaos oder der Wiederholung neue Konstellationen entstehen. Making of, Aufbau und Dekonstruktion finden meist öffentlich statt oder als Dokumentation Eingang in meine Arbeit."
Gabi Blum studierte nach einer Ausbildung zur Mode- und Kommunikationsgrafikerin an der Akademie der Bildenden Künste München Bildhauerei bei Prof. Stephan Huber und schloß 2014 als Meisterschülerin mit Diplom ab. Sie arbeitet als Künstlerin, Kuratorin und Initiatorin von temporären Räumen (z.B. Kunsthaus Raab, 2018) und im öffentlichen Raum, wobei sie die jeweiligen Kontexte spezifisch einbezieht. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet und gefördert, u.a. durch den Bayerischen Kunstförderpreis, das USA Stipendium und das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn. Als Mitbegründerin der Initiative K&K – Bündnis Kunst und Kind engagiert sie sich seit 2018 insbesondere für Künstlerinnen mit Care-Verantwortung und beim BBK München und Oberbayern seit 2018 für die Belange der Künstler*innen im Allgemeinen. Ihre Arbeiten wurden u.a. gezeigt im Kunsthaus Kaufbeuren, Fleischermuseum Böblingen, A.K.T. Pforzheim, DG Kunstraum München, Kunstverein Ebersberg, Galerie 21 im Künstlerhaus Vorwerkstift Hamburg, beim 16. RischArt_Projekt …Mischen, in der Städtischen Galerie Böblingen und der Pinakothek der Moderne.