Nominiert für Bildende Kunst
"Ich bin Bildhauerin und arbeite als Performerin, Videokünstlerin und Vermittlerin. Der Bildhauerei nähere ich mich über den Körper. Die Bedürfnisse von Körpern kollidieren mit den historischen, sozialen und technologischen Entwicklungen unserer Zeit: sickness – wellness – madness. Die Fähigkeiten meines Körpers sind hier als Werkzeuge zu sehen und funktionieren in einer Ökonomie der Freund:innenschaft in Zusammenarbeit mit anderen. Bildhauerei verstehe ich als eine multimediale Form, die Poesie, Zeichnungen, Skripte, Performances und räumliche Installationen umfasst."
Angela Stiegler lebt und arbeitet in München. Nach ihrem Studium (2007–2014) mit Gastaufenthalten in Athen, Bologna, Karlsruhe und Newcastle hat sie an den Kunstakademien in München und Nürnberg gelehrt. In ihrer Arbeit vehandelt sie bildhauerische Praktiken als performativ und versteht die Rolle der Künstlerin als Vermittlerin in der Gegenwart. Sie arbeitet in kollektiven Zusammenhängen mit geteilter Autor*innenschaft in- und außerhalb von Ausstellungsräumen und stellt Situationen her, die manchmal die Form von Übungsformaten oder temporären Denkmälern annehmen. Der menschliche Körper wird dabei zum Medium der Kritik und des Dysfunktionalen. Zuletzt wurde das temporäre Denkmal Au au au Hi hi hi im öffentlichen Raum über Public Art München Solo (2025) präsentiert. Seit 2015 wurde ihre Arbeit u.a. im Kunstverein Tiergarten Berlin, Cinema Dynamo Genève, Kunsthaus Hamburg, Museum Brandhorst München, A.K.T; Pforzheim und Goethe-Institut Paris gezeigt. Sie ist Mitbegründerin der Künstler:inneninitiative K Hybrid (2013–2020) und seit 2020 Teil des Opernkollektivs DIVA. Beim Kunstraum München ist sie Vorstandsmitglied und leitet Der Fahrende Raum, einen künstlerischen Aktionsraum für Kinder und Jugendliche mit internationalen Gastkünstler:innen. Darüber hinaus engagiert sie sich ehrenamtlich beim Berufsverband Bildender Künstler:innen (BBK) und setzt sich für mehr Teilhabe im Kunstbetrieb ein.