ANDI MEIER
Nominiert für Design
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© Illustration: Andi Meier
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© Illustration: Andi Meier
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© Illustration: Andi Meier

Gutes Design muss ein Gefühl auslösen. Das Hauptziel meiner Arbeit ist es, Welten zu erschaffen, die Betrachtende aus der ernsten Erwachsenenwelt ziehen, um ihnen ein großes Lächeln ins Gesicht zu zaubern. In einer immer digitaleren Welt will ich zeigen, dass gerade das Unperfekte, Handgemachte, der individuelle Fingerabdruck und der vermeintliche Fehler die Dinge erst perfekt machen. Ich nutze den analogen, sympathischen Charme der Knete bewusst, um selbst komplexe Themen mit visueller Leichtigkeit und Augenzwinkern allen zugänglich zu machen. Wer meinen Charakteren begegnet, darf sich für einen Moment wieder wie das Kind fühlen, das die bunten Knetereste unter den Fingernägeln voller Stolz bewundert.

Andi Meier macht Bilder aus Knete. Mit dem Material, das die meisten aus ihrer Kindheit kennen, schafft er eigene Welten aus Charakteren, großen Augen und viel Fantasie. Seine verspielten Illustrationen stechen in der Kreativwelt hervor. In einer zunehmend digitalen Welt, setzt er auf kompromisslose Handarbeit und formt physisch, was in seinem Kopf entsteht. Begonnen hat der Münchner mit der Kneterei im Alter von zwei Jahren, perfektioniert hat er diese Fähigkeit in seinem Kommunikationsdesign-Studium in Nürnberg. Nach kurzer Zeit in der Werbewelt, kündigte er, um sich ganz seiner Leidenschaft zu widmen. Seine haptischen Arbeiten fanden schnell Anerkennung und wurden mit Preisen wie dem Red Dot Award und dem ADC-Award ausgezeichnet. Über die Jahre knetete er für globale Marken wie Apple oder Disney, gestaltete renommierte Magazin-Cover für das In- und Ausland und beweist auf Skateboards, bei einer Kampagne zur Suchtprävention an Schulen oder auf dem Exportbier der Münchner Brauerei Tilmans Biere, dass der Einsatz des vermeintlichen Kinderspielzeugs keine Grenzen kennt. Auch heute macht Andi seine Illustrationen noch mit der gleichen Begeisterung und den weit aufgerissenen Augen wie der 2-Jährige von damals. Vielleicht mit dem kleinen Unterschied, dass er die Knete jetzt etwas seltener verschluckt.

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