Nominiert für Architektur
"Unsere gebaute Welt trägt Geschichten, Atmosphären und Konventionen in sich, die uns bewusst oder unbewusst prägen. In meiner Praxis setze ich mich mit der Frage auseinander, welche Möglichkeiten und Widerstände Räume für gesellschaftlichen Wandel bergen und welchen Beitrag Gestaltung hier leisten kann, um Transformationsprozesse anzustoßen. Gestaltung verstehe ich dabei als kooperatives Werkzeug — das vernetzt, umbaut, sensibilisiert oder hinterfragt, und in unterschiedlichen Formaten und Maßstäben seinen Ausdruck finden kann."
Valerie Rehle arbeitet an der Schnittstelle von Innenarchitektur, Stadtgestaltung, Forschung und Wissenstransfer mit der Frage, welche Möglichkeiten und Widerstände gebaute Räume für gesellschaftlichen Wandel in sich tragen. Zu ihrer gestalterischen Praxis zählen Umbauprojekte im privaten Bereich, das Reallabor „1A Lage", die Weiterentwicklung der Kirche St. Maria in Stuttgart sowie das Experimentierfeld Österreichischer Platz, das sie als Gründungsmitglied des mehrfach ausgezeichneten Vereins Stadtlücken e.V. realisiert hat. Valerie Rehle studierte an der Hochschule Coburg, dem Edinburgh College of Art und der Hochschule für Technik Stuttgart. 2020 promovierte sie an der HafenCity Universität Hamburg über ko-kreative Strategien der Stadtgestaltung von und für Menschen mit Demenz. Sie war akademische Mitarbeiterin an der Hochschule für Technik Stuttgart, verantwortlich für die Lehrforschungsprojekte „Vergessen in der Stadt" und „Leben vor der Stadt" in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung. Als Referentin am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege baute sie die Wissensplattform zur Aktivierung von gefährdeten Baudenkmälern mit auf. Ihre Praxis und Forschung vermittelt sie in Publikationen und Lehraufträgen an verschiedenen Hochschulen. Sie lebt mit ihrer Familie in München.