Nominiert für Schmuck
"Meine künstlerische Arbeit beschäftigt sich mit Erlebtem und der Verarbeitung von Geschichten. Durch meine körperbezogenen Schmuck- und Objektarbeiten mache ich Erfahrungen, Erinnerungen und Beziehungen sichtbar. Der emotionale Wert von Gegenständen und die Transformation von magischem Material sind Teil meiner Arbeit. Auch wenn meine Arbeiten oft aus persönlichen Erfahrungen entstehen, öffnen sie einen freien Raum für Betrachtende."
Merlin Klein arbeitet seit 2015 als freischaffender Künstler. Nach einer Ausbildung zum Konditor absolvierte er eine Goldschmiedelehre an der Zeichenakademie Hanau und studierte Goldschmiedekunst bei Prof. Otto Künzli und Prof.in Karen Pontoppidan an der Akademie der Bildenden Künste München. Von 2019 bis 2024 war er künstlerischer Mitarbeiter von Prof. Hans Stofer und Prof.in Yuka Oyama im Studiengang Schmuck/Plastik an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Ab August 2026 lehrt er Schmuck und Design an der Zeichenakademie Hanau.
Im Zentrum seiner künstlerischen Praxis stehen Inhalt und Wirkung von Objekten sowie der emotionale Wert von Dingen und deren Transformation. Seine körperbezogenen Schmuck- und Objektarbeiten verstehen Material als Träger von Erinnerungen, Beziehungen und Geschichten.Queere Identität, Politik und Verletzlichkeit erscheinen dabei nicht als explizite Motive, sondern prägen die Haltung, aus der heraus die Arbeiten entstehen. Freundschaft, Fluidität und gesellschaftliche Verantwortung bilden wesentliche Bezugspunkte seiner Praxis. Die Auseinandersetzung mit Autor*innenschaft, den Bedingungen künstlerischer Produktion und den Ambivalenzen des Schmucks zieht sich als wiederkehrendes Motiv durch sein Werk. Schmuck kann darin ebenso Nähe erzeugen wie Irritation – und mitunter auch eine Form des Widerstands sein.