Nominiert für Fotografie
"Fotografie ist für mich ein Mittel, gesellschaftliche Prozesse sichtbar zu machen und Räume für eine differenzierte Auseinandersetzung zu schaffen. Im Zentrum meiner Arbeit stehen Fragen von Identität, Zugehörigkeit und sozialer Ungleichheit. Ein Schwerpunkt liegt auf weiblichen Perspektiven und Lebensrealitäten, die in visuellen und öffentlichen Diskursen häufig unterrepräsentiert sind. Meine Arbeit folgt einem dokumentarischen Ansatz und basiert auf intensiver Recherche, kontinuierlicher Beobachtung und einem sensiblen Umgang mit den porträtierten Personen. Dabei ist es mein Anliegen, komplexe Zusammenhänge sichtbar zu machen und vereinfachende Zuschreibungen zu vermeiden."
Jana Islinger (*1999) lebt und arbeitet als Dokumentarfotografin in München. Sie schloss ihr Fotografiestudium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München mit einem B.A. ab und absolvierte anschließend die Meisterklasse an der Ostkreuzschule für Fotografie bei Prof. Linn Schröder und Ingo Taubhorn. Seit 2024 wird sie von der Agentur laif vertreten. Mit einem journalistischen Ansatz arbeitet sie an Langzeitprojekten zu gesellschaftlichen Themen. Ihr Fokus liegt auf weiblichen Perspektiven sowie Fragen von Identität, Zugehörigkeit und Machtstrukturen. Ihre Arbeitsweise basiert auf intensiver Recherche, kontinuierlicher Beobachtung und Nähe zu den Menschen und Themen. Ihr Interesse gilt der vielschichtigen Darstellung individueller Lebensrealitäten und ihrer Verflechtung mit gesellschaftlichen Strukturen. Islinger wurde für ihre Arbeiten mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Nikon Fotobus Grant und dem Vonovia Award für Fotografie. Sie erhielt zudem das Emscherbilder-Stipendium sowie das CME Goethe-Institut Aufenthaltsstipendium und war für den Meitar Award for Excellence in Photography sowie den World Report Student Award nominiert. 2025 wurde ihre Arbeit im Rahmen des Fotofestivals Les Rencontres d’Arles ausgestellt.