Nominee Photography
Helena Petersen arbeitet vorwiegend mit dem Medium der Fotografie. Sie entwickelt performative, kameralose Verfahren, in denen Materialität, Zeit und Zufall den Bildprozess mitbestimmen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehen Naturphänomene und Materialien, in denen sich Ereignisse und Transformationsprozesse eingeschrieben haben. Diese untersucht sie in experimentellen fotografischen Prozessen und macht jene flüchtigen Veränderungen sichtbar, die sich der unmittelbaren Wahrnehmung entziehen. So entstehen Bilderzyklen zwischen dokumentarischer Beobachtung und Abstraktion. In der Publikation Fotografiegeschichte der Abstraktion wird sie als eine der prägenden Positionen des »Analog Turn« beschrieben.
Helena Petersen (*1987 in München) lebt und arbeitet in München. Sie studierte Bildende Kunst an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam und der Universität der Künste Berlin. Ihr Studium bei Prof. Leiko Ikemura schloss sie 2013 als Meisterschülerin ab, und wurde dafür mit dem Meisterschülerpreis der Universität der Künste ausgezeichnet. Ihre Arbeiten wurden unter anderem bei »Return to Earth« in Bob’s Galleria, Santa Fe, New Mexico (2025), Foto Arsenal im Rahmen der Klima Biennale Wien (2024), Sammlung Klein (2023), Kunststiftung DZ BANK (2023), Grassi Museum (2021), C/O Berlin (2018), Alfred Ehrhardt Stiftung (2018), und im Fotomuseum Winterthur (2017) gezeigt. Sie war Artist-in-Residence am Belvedere 21 in Wien sowie bei Artward in Brüssel. Zuletzt wurde sie für den Stiftungspreis Fotokunst der Sammlung Klein (2023) und den Prix Pictet (2021) nominiert.